AUFBRUCH IN NEUE ZEITEN






2009

ANDREAS HOFER

Inhalt

2009

Spielleiter: Thomas Bayer

 

Zum Stück

Die Geschichte um den Tiroler Volkshelden ist eines der populärsten Stücke im Repertoire der Allgäuer Freilichtbühne. Erstmals führte Andreas Hofer bei den Freilichtspielen des Jahres 1911 seine Landsleute in den Befreiungskriegen gegen Napoleon an. In den Jahren 1931, 1933, 1959, 1977 und 1995 rollte er erneut das Tiroler Banner aus und kämpfte für die Freiheit seines Landes.

Die Zuschauer tauchen in die historischen Ereignisse von vor 200 Jahren ein. Die neue Inszenierung des Stückes zeigt das Leben eines einfachen Mannes, dessen Opfer beispielhaft für die Verteidigung der eigenen christlichen und kulturellen Identität und Werte in einer Staatengemeinschaft ist. Daher bleibt die Figur des „Andreas Hofer“, des Sandwirts vom Passeiertal, immer aktuell.

Das komplett von Spielleiter Thomas Bayer überarbeitete Stück kommt in einer beeindruckenden Inszenierung mit neuer Bühnenmusik, historischen Kostümen, eindrucksvollen Szenen und der berühmten Berg-Isel-Schlacht auf die Freilichtbühne. Ein unvergessliches Kulturereignis, das rund 65.000 Besucher in seinen Bann zieht.






2005

JUNGFRAU VON ORLEANS

Inhalt

2005

Regie: Ulrich Schwab

Text: Friedrich Schiller

 

Zum Stück

Das Freilichtspiel 2005 ist ein ganz besonderes in der Freilichtspiel-Historie: Erstmals seit dem Jahr 1986 wird mit der romantischen Tragödie „Die Jungfrau von Orleans“ ein neues Stück in das Repertoire der Freilichtbühne aufgenommen.

Untreu werden sich die Altusrieder damit allerdings nicht, denn das Streben nach Freiheit und der Widerstand gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung als der rote Faden, der alle Altusrieder Freilichtspiele miteinander verbindet, spielt auch in Schillers Werk eine zentrale Rolle. Neu ist bei dieser Aufführung auch, dass sich gleich drei Darstellerinnen abwechselnd die Hauptrolle teilen.

Bei den Zuschauern kommt die Inszenierung gut an, rund 70.000 Besucher verfolgen die spektakulären Massenszenen mit einem Riesengelage bei Musik und Tanz, drei große Schlachten, die Erstürmung einer gigantischen mittelalterlichen Stadtmauer und nicht zuletzt eine unterhaltsame, packende Geschichte um Liebe, Fanatismus, Freiheitskampf und Tod.






2002

WILLHELM TELL

Inhalt

2002

Regie: Jan Burdinski

Text: Friedrich Schiller

 

Zum Stück

Schon im Jahr der Uraufführung, 1804, war Schillers „Wilhelm Tell“ ein grandioser Erfolg und noch immer zählt er zu den klassischen Repertoire-Stücken in aller Welt. Die Menschen- und Freiheitsrechte wurden vom Dichter auf solch beeindruckende Weise darin veranschaulicht, dass sich die Zeitgenossen seinem gedanklichen Begeisterungsausflug kaum entziehen konnten.

Den Akteuren gelingt es von Mitte Juni bis Ende August 2002, auch das Publikum unserer Zeit mit diesem großen Werk zu fesseln und den authentischen Geist der demokratischen Aufbruchstimmung des früheren 19. Jahrhunderts aufleben zu lassen. Bereits im Jahre 1802 fasste Schiller den Plan zum „Tell“ und genau 200 Jahre später startet die Marktgemeinde Altusried ihre Neuinszenierung und wirft dazu ihre Erfahrungen in Sachen Freilichtspiel und Theater sowie ihr hohes spielerisches Engagement und Vermögen in die Waagschale. Goethe lobte Schillers Arbeit einst als Meisterwerk „aus einem Guss“ und dieses Ziel verfolgen auch die Altusrieder – mit Erfolg! Regie, Bühnen- und Kostümbild, die Neu-Komposition der Bühnenmusik und das szenische Spiel der 500 Darsteller vereinigen sich zu einem spannenden Freilicht-Theaterabend, der für das Publikum die Streitfrage der Gelehrten, ob Wilhelm Tell nun wirklich gelebt hat, oder ob seine Gestalt „nur“ der Sage und dem Mythos zuzuordnen ist, vergessen macht.






1999

ANNO 1525 - BAUERNKRIEG IM ALLGÄU

Inhalt

1999

Regie: Hans Schuschnig

Schirmherr: Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber

 

Zum Stück

Nahezu 70.000 Zuschauer besuchen von Anfang Juli bis Ende August 1999 die insgesamt 28 Aufführungen des „Bauernkrieg im Allgäu“ und finden erstmals unter der neu errichteten Tribünenanlage Platz. Mit einem Aufgebot von 500 Darstellern, 30 Pferden, Wagen, Kutschen, Kanonen, mehreren musikalischen Formationen, Gauklern und vielen anderen Überraschungen fangen die Altusrieder Freilichtspieler die Stimmung des Bauernkrieges ein und ziehen das Publikum in ihren Bann.

In enger Anlehnung an die realen geschichtlichen Tatsachen verfolgt die Handlung das Geschick des Aufstandes der Allgäuer Bauern unter der Führung des „Knopf von Leubas“ gegen die Ungerechtigkeiten und Schikanen ihrer Landherren:
Der Bruch der Bauern mit Adel und Klerus; Belagerung und Sturm der Burg Liebenthann; Gründung des „Schwäbischen Bundes“; Konfrontation der Bauern mit dem Truchseß von Waldburg; die große Schlacht bei Leubas und die darauf folgenden Ereignisse.

Eingebettet in die Handlung tauchen Persönlichkeiten der Geschichte auf wie die Aufständischen Walter Bach oder Martin Waibel (der „Vater der Landsknechte“), Jörg von Frundsberg, Kanzler Eck, Henker Aichelin – vor allem aber die tragische Figur des Jörg Schmied, genannt Knopf von Leubas, mit dessen Schicksal sich das Los tausender und abertausender von Bauern identifiziert.






1995

ANDREAS HOFER

Inhalt

1995

Spielleiter: Hans Schuschnig

Schirmherr: Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber

 

Zum Stück

Der „Andreas Hofer“, das meist gespielte Stück auf der Freilichtbühne, ist das letzte Freilichtspiel auf der alten Bühne am Riedbach. Zwar wird der Ort der gleiche bleiben; jedoch mit gewaltigen Veränderungen:
Eine permanente Tribüne wird nun 2500 statt bisher 2000 Zuschauern Platz bieten. Das Spielfeld wird gedreht, um besseren Schallschutz zu gewährleisten. Damit ist die Freilichtbühne für das nächste Jahrtausend gerüstet.

Das 95er – Stück wird von Regisseur Hans Schuschnig überarbeitet, um eine zeitgemäße Inszenierung zu ermöglichen.
Die Mühe lohnt sich: rund 65 000 Besucher statten dem Hofer-Spiel 1995 einen Besuch ab, darunter auch der Schirmherr, Minipräsident Dr. Edmund Stoiber.

Obwohl die Sicherheit bei den Aufführungen immer groß geschrieben wird, passiert hin und wieder doch das eine oder andere Missgeschick.
So wird es für den Hofer-Darsteller Wolfgang Hutter ausgerechnet in der Hinrichtungsszene wirklich brenzlig. Denn ein Stein, der sich in den Gewehrlauf eines Soldaten verirrt hat, verletzt ihn am Bein.
Nur gut, dass auch für die Darsteller des Erschießungskommandos der letzte Satz Hofers gilt: „Ach wie schießt Ihr schlecht…“

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