1970-1991
1991
Spielleiter: Hanns Schuschnig.
Schirmherr: Bundesminister für Finanzen Dr. Theo Waigel
Zum Stück
Nach 27 Jahren ist es im Sommer 1991 wieder soweit. Der „Götz von Berlichingen“ steht erneut und damit zum dritten Mal auf dem Programm der Freilichtbühne. Und wie 1964 ist es Otto Bertele, der die wohl berühmteste Beleidigung der deutschen Literaturgeschichte aus vollem Herzen in den Altusrieder Himmel rufen darf.
Auch andere Mitspieler haben nach langen Pausen wieder die gleiche Rolle übernommen. Helmut Klaffke beispielsweise verleiht dem Reichvogt Geßler 1952, 1954 und 1970 dämonische Züge.
Dieter Klüpfel überzeugt 1970 und 1982 als Mechtal. Unangefochtener „Rekordhalter“ ist jedoch Edmund Baur. Er verkörpert den Hofer-Verräter „Raffl“ so eindringlich, dass er gleichsam auf die Rolle abonniert ist. Er spielt ihn 1959, 1977 und 1995, das letzte Mal also 36 Jahre nach seinem ersten Auftritt.
Wie viel Spaß das Freilichtspiel den Mitspielern nicht nur auf, sondern vor allem auch hinter der Bühne macht, kann man besonders deutlich an einer Szene sehen – oder vielmehr nicht sehen. Denn vom bunten Treiben hinter den Kulissen wird eine Darstellerin derart abgelenkt, dass sie ihren Auftritt vergisst – eine ganze Szene entfällt.